Editor

Die Administration von EDP erfolgt im Wesentlichen über den EDP Editor. Die Grundkonfiguration des EDP Server muss in der Software „EDP Server Konfiguration“ vorgenommen werden. Diese Infos entnehmen Sie bitte der entsprechenden Dokumentation. Im Folgenden soll nun die Administration der Datenbank besprochen werden.

Nach dem Öffnen des EDP4 Editors erscheint zunächst das Anmeldefenster. Hier werden Sie gebeten, die Verbindungsdaten zur Datenbank sowie Ihren Benutzernamen in EDP samt Passwort einzugeben. Als Informationen werden benötigt:

1. IP bzw. Hostname des Datenbankservers

2. Benutzername am Datenbankserver (Standard bei Firebird: SYSDBA)

3. Passwort am Datenbankserver (Standard bei Firebird: masterkey)

4. Pfad der Datenbank auf dem Datenbankserver. Achtung: Hier wird die Pfadangabe benötigt, wie sie lokal auf dem Server lautet - also z.B. C:\EDP\EDP.fdb und kein ein Netzwerkpfad! Beachten Sie hier bitte auch, dass der Pfadname nicht in Anführungszeichen stehen darf.

Diese Daten werden allesamt nach dem Schließen des Editors gespeichert und beim nächsten Start wieder geladen. Ist der Haken „DB Passwort speichern“ deaktiviert, so wird das Datenbankpasswort nicht gespeichert und muss ebenfalls bei jedem Start eingegeben werden. Dies kann als zusätzlicher Schutz genutzt werden.

Im Anschluss müssen Sie in die zwei untersten Felder noch den Benutzernamen und das Passwort Ihres EDP Benutzeraccounts eingeben. Beim ersten Start von EDP ist standardmäßig nur der Benutzer admin mit dem Passwort admin eingerichtet. Dieser Benutzer verfügt über volle Admin-Rechte, so dass Sie über diesen EDP weiter konfigurieren und neue Benutzer anlegen können.

Im Hauptfenster des Editors ist ab der Version 4.8.1 im oberen Bereich eine Ribbon-Liste zu finden, die nach Kategorien unterteilt ist. Hierüber öffnen Sie die einzelnen Ansichten, in denen die Daten bearbeitet werden müssen.

Wichtig ist grundsätzlich bei der Datenpflege, dass nach einer Eingabe diese auch per Klick auf den Button „Speichern“ gespeichert werden muss.

Der Editor synchronisiert sich nicht automatisch mit anderen EDP-Editoren, so dass die zeitgleiche Pflege der gleichen Daten nicht empfohlen wird. D.h. eine zeitgleiche Pflege etwa der Straßen von zwei Plätzen aus sollte nicht erfolgen. Jedoch können problemlos von dem einen Platz die Straßen und vom anderen die Objekte gepflegt werden.

In der Kategorie „Konfiguration“ nehmen Sie wichtige Änderungen an elementaren Bestandteilen von EDP4 vor. Zugriff auf diese Kategorie ist nur für Benutzer mit dem Super-Admin-Status gestattet. Die Admin-Stufen werden im Folgenden gleich näher beschrieben. Diese Kategorie umfasst die Bearbeitung der Benutzerkonten, die Bearbeitung der Programmeinstellungen sowie bestimmte Datenbankbearbeitungstools unter dem Punkt „Optionen“.

Benutzer

In dieser Ansicht bearbeiten Sie die Benutzerkonten von EDP. Hier können Sie Benutzername, Passwort sowie die Rechte des Benutzerkontos festlegen. Das Passwort kann vom User später im Einsatzleitplatz und in EDPweb / EDPmobile selbstständig geändert werden.

Jedem Benutzeraccount können optional Adminrechte zugewiesen werden. Folgende Abstufungen sind hierbei wählbar:

  • Keine Rechte — Es handelt sich um einen normalen Benutzer. Ein Zugriff auf den EDP Editor ist nicht möglich.
  • Straßen– und Objekte hinzufügen — Dieser Benutzer hat die Rechte, die Straßen– und Objektdatenbank zu bearbeiten.
  • Fahrzeuge bearbeiten und verschieben — Dieser Benutzer kann im Einsatzleitplatz Einsatzmittel bearbeiten, löschen, neu anlegen und in allen (auch gesperrten) Fahrzeugtableaus Einsatzmittel verschieben.
  • Fahrzeuge,Straßen,Objekt — Hierbei handelt es sich um einen Benutzerstatus, der die Rechte der letzten zwei genannten Gruppen kombiniert.
  • Basis-Admin — Dieser Benutzer hat komplette Adminrechte mit Ausnahme der Kategorie „Konfiguration“.
  • Super-Admin – Dieser Benutzer hat volle Adminrechte.

Weiterhin muss pro Benutzeraccount der Zugriff auf EDPweb separat freigeschaltet werden. So kann der Benutzerkreis, der über die Webapplikation auf EDP zugreift, bei Bedarf klein gehalten werden.

Um innerhalb von EDPcommand Lagen zu erstellen, zu bearbeiten und zu schließen ist ebenso eine Berechtigung erforderlich, die Sie hier setzen können.

Sämtliche Funktionen der Einsatzbearbeitung innerhalb von EDP unterliegen darüberhinaus keinen unterschiedlichen Berechtigungen und können von allen Benutzer gleichwertig genutzt werden. Lediglich innerhalb von EDPweb besteht eine Funktion, die unterschiedliche Benutzerrollen mit unterschiedlichen Berechtigungen erlaubt.

Funktionen

Zusätzlich zu Benutzername und Passwort ist bei der Anmeldung innerhalb von EDP auch immer die Auswahl einer Funktion erforderlich. Diese Funktion ist primär nur von Relevanz, wenn EDP unter Verwendung des Stabsmoduls „EDPcommand“ genutzt wird. Die bei der Anmeldung gewählte Funktion entspricht der Funktion innerhalb des Stabs im Modul „EDPcommand“. Daher können hier die zur Auswahl stehenden Funktionen bearbeitet und ergänzt werden.

Funktionen können für alle Benutzer wählbar seind, aber alternativ auch nur für bestimmte Funktionen freigegeben werden.

Weiterhin lässt sich pro Funktion definieren, ob diese als Standard-Empfänger innerhalb von EDPcommand immer direkt in einer neuen Nachricht aufgeführt werden soll.

Einstellungen

In dieser Ansicht können Sie alle Programmeinstellungen von EDP4 bearbeiten. Nach Änderungen an diesen Einstellungen sollte der EDP-Server neu gestartet werden. Außerdem sollten diese Änderungen nach Möglichkeit nicht bei laufendem Server vorgenommen werden. Auf der linken Seite finden Sie eine Liste mit allen Verfügbaren Einstellungen, die dann nach Auswahl auf der rechten Seite bearbeitet werden können. Da Sie dort zu jeder Einstellungsmöglichkeit eine Erklärung vorfinden, wird hier nicht näher darauf eingegangen.

Optionen

Unter Optionen können Sie verschiedene Operationen zur Datenpflege ausführen. Dazu gehören u.a. das Löschen aller Einsatzmittel, aller Einsätze, aller Straßen oder Objekte eines Ortes.

Weiterhin kann hierüber das Löschen alte Telegramme (unabhängig von den Einsätzen) sowie von Aufgaben ohne Einsatz erfolgen, was bei größeren Datenmengen in diesen Bereichen die Performance verbessern kann.

Unfallhilfsstellen

Für das Modul „Unfallhilfsstellen“, über das Sie in EDPweb Patienten erfassen können, legen Sie hier die Datensätze der Unfallhilfsstellen an. Dabei wird jede Unfallhilfsstelle für einen definierten Zeitraum angelegt. Dabei wird die Unfallhilfsstelle erst einen Tag nach dem Beginndatum aktiv und ist am Endedatum nicht mehr aktiv.

Der Name der Unfallhilfsstelle wird bei jedem Patientendatensatz dieser UHS mitgespeichert. Die Felder Login und Passwort sind die Login-Daten für EDPweb. Innerhalb von EDPweb wird der Name der Unfallhilfsstelle außerdem in der Liste der Funktionen geführt, wenn die Unfallhilfsstelle aktiv ist (aktuelles Datum zwischen Beginn- und Enddatum der UHS).

Die hinterlegte Örtlichkeit wird bei einer Transportanforderung automatisch als Einsatzstelle im neuen Einsatz übernommen. Welche Stichworte bei der Transportanforderung auswählbar sind, definieren Sie in der Ansicht „Stichworte“.

In der Kategorie Stammdaten können Sie alle wichtigen Grunddaten wie Orte, Straßen, Objekte, Stichworte und Kontakte bearbeiten.

Orte

Diese Ansicht dient der Erfassung aller Orte inkl. ihrer Ortsteile. Die Dropdownfelder „Ort“ und „Ortsteil“ im Einsatzleitplatz in der Einsatzeingabemaske beziehen von hier ihre Daten.

Straße und Objekte

Da sich die Eingabe von Straßen und Objekten ähnlich gestaltet, werden diese zwei Punkte hier zusammen beschrieben. In beiden Ansichten befindet sich im unteren Bereich eine Liste mit allen Datensätzen, die Sie dort auch bearbeiten können. Die Listen sind nach Ort und Straßen bzw. Objektname sortiert. Weitere Eingaben zu dem Datensatz können Sie im oberen Bereich der Eingabemaske hinzufügen. Zu jedem Datensatz können Sie eine Datei oder einen Ordner hinterlegen. Dieser Ordner sollte sich auf einem Netzwerklaufwerk befinden, so dass der Pfad an allen Arbeitsplätzen identisch ist. Beachten Sie hierbei bitte auch, dass für einen Zugriff über EDPweb dieser Ordner bzw. dieses Laufwerk unabhängig von der Benutzeranmeldung in Windows zur Verfügung stehen muss.

Das Feld Sort. Pos. steht für Sortierungsposition und wird später im Einsatzleitplatz auch zur Sortierung von Datensätzen mit dem gleichen Wortlaut genutzt. So kann z.B. durch Zuweisung der Sortierungsposition 1 für die Musterstraße in B-Stadt und der Zuweisung von Sortierungsposition 2 für die Musterstraße in A-Stadt erreicht werden, dass die Musterstraße in B-Stadt vor der Musterstraße in A-Stadt in der Straßenliste im Einsatzleitplatz erscheint. Dass kann z.B. sinnvoll sein, wenn eine große Hauptstraße in einem Ort im hinteren Bereich des Alphabetes gegenüber kleinen Straßen in Orten im vorderen Alphabet hervorgehoben werden soll.

Ein Teil der eingegebenen Information ist im Einsatzleitplatz nur durch das Öffnen der Straßen– bzw. Objektinformationen ersichtlich. Als weiteres Feld soll noch das AAO-Gebiet erklärt werden. Wenn die Alarmvorschläge differenzierter als die Zuordnung zu Ort und Ortsteil gestaltet werden sollen, dann können einzelnen Straßen und Objekten AAO-Gebiete zugeordnet werden. Diese können Sie dann später wiederum in den Alarmvorschlägen mit Einsatzmitteln und Aufgaben versorgen. Das Feld AAO-Gebiet ist ein Freitextfeld. Sie können also beliebig viele AAO-Gebiete definieren. Sinnvoll ist es hier aber natürlich möglichst viele Datensätze mit dem gleichen AAO-Gebiet zu versehen, um das Versorgen mit Alarmvorschlägen nicht zu umfangreich zu gestalten. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte auch, dass in Datensätzen mit gleichem AAO Gebiet die Eingabe auch 1:1 übereinstimmen muss.

Informationen zum Import und Export von CSV-Datein finden Sie hier.

Stichworte

In EDP4 werden die Einsatzstichwort in Einsatzart im Sinne einer Stichwortkategorie und das eigentliche Stichwort unterteilt. Als Beispiel kann für Hilfeleistungen die Einsatzart „H“ mit dem Klartext „Hilfeleistung“ und als Stichwort „01“ mit dem Klartext „Klein“ festgelegt werden. Im Einsatzleitplatz muss durch den Benutzer später zunächst die Einsatzart und danach das Stichwort ausgewählt werden. Dazu müssen Sie alle Stichwörter einer Einsatzart mit den gleichen Eingaben der Einsatzart versehen. Die Einsatzart sollte aus nur einem Zeichen bestehen. Zusätzlich ist ein Klartext zu dieser Einsatzart als Erklärung zu erfassen. Als Stichwort müssen Sie einen ein- oder zweistelligen Text festlegen und dazu ebenfalls einen Klartext als Erklärung hinterlegen. Zusätzlich kann zu jedem Stichwort einen Priorität sowie die automatische Aktivierung das Hakens „Sondersignal“ festgelegt werden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte, dass eine Priorität als Zahl zwischen 0 und 5 festgelegt werden kann, wobei 0 die höchste und 5 die niedrigste Priorität hat.

Unter „Benötigte Einsatzmittel“ können Sie zur Erstellung von Alarmvorschlägen festlegen, wie viele Einsatzmittel eines Typs bei diesem Stichwort eingegeben werden. Tragen Sie dazu bei Typ den gleichen Wert ein wie bei den entsprechenden Einsatzmittel in den dortigen Eigenschaften bei Fahrzeugtyp eingegeben wurde. Als Anzahl geben Sie an, wie viele Fahrzeuge dieses Typs benötigt werden. Beachten Sie hierzu bitte auch die Erläuterungen unter dem Punkt „Wachen“, wo die weitere Umsetzung des Alarmvorschlags an Hand dieser festgelegten Einsatzmitteltypen erläutert wird. Im Rahmen der Erfassung der Einsatzmittel sollte hierbei also auch der Alarmvorschlag bedacht werden und eventuell die Fahrzeugtypbezeichnung eher allgemein gehalten werden. So erleichtert beispielsweise die Eingabe des Fahrzeugtyps „LF“ für „Löschgruppenfahrzeug“ ohne genauere Spezifizierung die spätere Erfassung für den Alarmvorschlag, da nun bei jedem Stichwort festgelegt werden kann, wie viele Löschgruppenfahrzeuge benötigt werden. Alternativ können Sie bei den benötigten Typen auch „LF%“ angeben, d.h. der Fahrzeugtyp muss nur mit LF beginnen.

Weiterhin kann pro Stichwort festgelegt werden, ob dieses im UHS-Modul für eine Transportanforderung wählbar sein soll und ob es für das Unwettermodul gesperrt werden soll. Eine Sperrung im Unwettermodul bedeutet, dass ein Einsatz bei Eröffnung und aktivem Unwettermodus nicht automatisch ins Unwettermodul verschoben wird. Der Einsatz wird dann als „Unerledigter Einsatz“ geführt.

Jede Einsatzart kann in der Einsatzliste farbig hevorgehoben werden. Diese Farben definieren Sie auch hier in der Ansicht „Stichworte“. Hierzu gibt es in den Einstellungen auch eine Option, dass nur die erste Spalte der Einsatzliste gefärbt wird.

Kontakte

Erfassen Sie unter diesem Punkt in gewohnter Art und Weise Kontaktdaten für den Zugriff über den Einsatzleitplatz. Die Felder sollten hier selbsterklärend sein, so dass dieser Bereich hier nicht näher erläutert wird.

Meldungen

Hier können Sie Standard-Einsatzmeldungen erfassen, die aus der Drop-Down-Liste in der Einsatzmaske ausgewählt werden können.

Maßnahmen / Rückmeldungen

In diesem Bereich definieren Sie Standard Maßnahmen und Rückmeldungen, die Sie im Einsatzleitplatz per Doppelklick in den jeweiligen Dialog einfügen können.

Meldeweg

Definieren Sie hier Meldewege, die im Einsatzleitplatz im entsprechenden Feld der Einsatzmaske angegeben werden können.

Schnellzugriffe

Hier können Sie Schnellzugriffe auf Dateien, Ordner oder Webseiten einrichten, die im Einsatzleitplatz in einem eigenen Reiter auf der Ribbon dargestellt werden. Wurden von Ihnen keine Schnellzugriffe definiert, bleibt der Reiter verborgen.

Hydranten

In dieser Liste bearbeiten Sie die Hydrantendatenbank von EDP, die innerhalb von EDPmap als eigener Layer angezeigt wird. Hydranten können auch dort angelegt und bearbeitet werden.

Über die CSV-Importfunktion können Sie auch einfach und bequem bereits vorhandene Listen in EDP einlesen. Exportieren Sie dazu am besten den bestehenden Datenbestand und orientieren sich an der bestehenden Struktur. Weitere Informationen zu den Import / Exportfunktionen finden Sie hier.

Hydranten werden auch im Einsatzanzeigemonitor von EDP im Kartenausschnitt dargestellt und können so auch auf den Kartenausschnitt auf dem Alarmausdruck aufgedruckt werden.

An Hand der hinterlegten Adresse eines Hydranten kann auch ein Protokolltag verwendet werden, der z.B. die Hydranten an der Adresse der Einsatzstelle ausgibt.

Einsatzmittel

Als Einsatzmittel werden in EDP alle disponierbaren Einheiten verstanden. Dies können klassischerweise Fahrzeuge aber auch Einzelpersonen oder anderweitig definierte Einheiten sein. Jedem Einsatzmittel muss ein eindeutiger Rufname zugeordnet werden, der als Identifikator des Einsatzmittels innerhalb von EDP dient und daher auch nicht mehr verändert werden kann. Standardmäßig darf der Rufname max. 15 Zeichen umfassen. Im Downloadbereich unter www.einsatzleitsoftware.de kann eine Datenbankversion heruntergeladen werden, die 24 Zeichen als Rufname zulässt.

Weiterhin können frei definier- und änderbar Informationen und auch ein Rufname lang zu dem Einsatzmittel erfasst werden.

Die Zuordnung von Tetra-Geräten erfolgt im Einsatzleitplatz im Einsatzmittel-Dialog oder alternativ in der Ansicht „Tetra Geräte“ innerhalb des EDP Editors.

Tableaus

In diesem Bereich können Sie die Fenster der Tableaus einrichten. Die genaue Anordnung der Einsatzmittel und Überschriften-Texte auf dem Tableau selbst erfolgt im Einsatzleitplatz und wird auch in der dortigen Dokumentation erläutert. In der Spalte „Name“ geben Sie den Text, der in der Titelzeile des Tableau-Fensters stehen wird an. „Menü-Text“ ist der Text im Hauptmenü des Einsatzleitplatzes für dieses Tableau unter dem Punkt „Fahrzeugtableaus“. Die Position des Eintrags in dieser Liste legen Sie über den Punkt „Pos.“ in Form einer Zahl fest. Dabei bezeichnet die kleinste Zahl den obersten Eintrag. So können Sie eine andere Sortierung als das Alphabet festlegen. Mit Breite und Höhe geben Sie jeweils an, wie viele Fahrzeuge in der jeweiligen Richtung maximal auf dem Tableau positioniert werden können. Die Gesamtzahl der möglichen Fahrzeuge ergibt sich aus der Multiplikation von Höhe und Breite.

Aktivieren Sie den Haken „Tableau gesperrt“, so ist es nur Administratoren möglich, auf dem Tableau Fahrzeuge zu verschieben. Hintergrund hiervon ist die Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen Tableaus. Statische Tableaus sind klassischerweise die Darstellung von Einsatzmitteln in ihren jeweiligen Unterkünften (=statisches Tableau). Bei besonderen Einsatzlagen oder während Sanitätsdiensten sollten eigene Tableaus für die jeweilige Lage angelegt werden. Auf diese Tableaus können dann per Drag-and-Drop Einsatzmittel von den statischen Tableaus gezogen und flexibel von jedem Einsatzbearbeiter verschoben werden. Dies ermöglicht die einfache Visualisierung von sich ändernden Standorten der Einsatzmittel während der Lage.

Im Weiteren stehen hier noch Buttons zum Import und Export von Fahrzeugtableaus zur Verfügung.

Wachen

Auf dem Reiter „Wachen“ können Sie Wachen definieren, die im Einsatzleitplatz den Einsatzmitteln zugeordnet werden können. An Hand dieser Zuordnung kombiniert mit der Erstellung einer Wachenpriorität für jeden Ort, können entsprechend den bei jedem Stichwort festgelegten Einsatzmitteltypen Fahrzeuge flexibel vorgeschlagen werden. Zunächst müssen Sie auf der linken Seite Wachen definieren, die Sie dann im Einsatzleitplatz den Rettungsmitteln zuteilen können. Beachten Sie bitte, dass die Wachenbezeichnung eindeutig ist und nur einmal im System vorkommt. Eine Wache sollte nach Ihrer Festlegung auch nicht mehr umbenannt werden, da dann einige Eingaben noch mit dem Wortlaut erfasst sind und es so zu Unstimmigkeiten kommen kann. Bei den Stichworten konnten durch Sie wie bereits beschrieben benötigte Fahrzeugtypen hinterlegt werden. Um diesen Vorschlagsprozess zu komplettieren, müssen Sie auf der rechten Seite dieser Eingabemaske eine Wachenpriorität für verschiedene Gebiete festlegen. EDP sucht bei Alarmvorschlägen immer nach dem genausten Datensatz. So wird zunächst überprüft, ob für die Einsatzstelle ein AAO-Gebiet definiert wurde und für dieses ein Alarmvorschlag hinterlegt wurde. Ist das nicht der Fall, so wird nach einem Alarmvorschlag mit Ort und Ortsteil gesucht. Ist auch dies negativ, wird nach einem Alarmvorschlag mit dem gleichen Ort jedoch mit leerem Ortsteil gesucht. D.h. ist der Alarmvorschlag für alle Ortsteile gleich, so erfassen Sie nur einen Alarmvorschlag für den Ort und lassen das Feld Ortsteil leer. Für einzelne Ortsteile oder auch AAO-Gebiete die davon abweichen, können zusätzlich Alarmvorschläge erstellt werden. Geben Sie ein AAO-Gebiet an, so lassen Sie bitte die Felder „Ort“ und „Ortsteil“ leer. Im Gegenzug muss bei der Eingabe von Ort oder Ort und Ortsteil das Feld „AAO-Gebiet“ leergelassen werden. Sie können nun für jeden Datensatz eine Liste mit Wachenprioritäten festlegen. Dazu steht Ihnen der Button „—→„ zur Verfügung, mit dem Sie die aktuell ausgewählte Wache in der linken Liste in die Prioritätenliste übernehmen können. Über die anderen Buttons können Sie Einträge in der Prioritätenliste verschieben oder löschen. Wird nun der Alarmvorschlag aufgerufen, so prüft EDP die Wachenliste von oben nach unten auf verfügbare Einsatzmittel der angegebenen Typen durch, bis die bei dem Stichwort festgelegte Anzahl erreicht und zugeteilt ist. Sind mehr Fahrzeuge auf einer Wache verfügbar als vorgesehen sind, so werden die Einsatzmittel vorgeschlagen, die am längsten auf der Wache sind.

Einsatzplaner

Um den Einsatzplaner im Einsatzleitplatz zu konfigurieren, steht diese Ansicht zur Verfügung. Sie können hier alle Einsatzmittel festlegen, die dort angezeigt werden sollen. Dazu müssen Sie die Rufnamen der gewünschten Fahrzeuge dort eingeben. Da der Einsatzplaner auch die Dienstzeiten der Einsatzmittel als grünen Balken darstellt, müssen auch zu jedem Einsatzmittel die Dienstzeiten erfasst werden. Handelt es sich um ein 24-Stunden-Fahrzeug, so geben Sie 00:00:00 als Dienstbeginn und 23:59:59 als Dienstende an.

Tetra-Geräte

In dieser Liste können Sie schnell und einfach alle im System erfassten Tetra-Geräte bearbeiten. Auch ein Export und Import der Liste ist möglich. Achten Sie jedoch dabei, dass die Zuordnung der Tetra-Geräte über das Feld „Rufname“ erfolgt und dieses mit dem Rufnamen des Einsatzmittels absolut identisch sein muss.

Ausrüstung

Innerhalb von EDP kann besondere Ausstattung, Geräte etc. unter der Bezeichnung „Ausrüstung“ erfasst werden. Ausrüstung kann einem Einsatzmittel zugeordnet werden. Alternativ können auch Ausrüstungsgegenstände erfasst werden, die beispielsweise in einem Gerätehaus oder Lager untergebracht sind und somit über keine Einsatzmittelzuordnung verfügen. Hierfür sind auch die Felder wie Lagerort angedacht.

Ein Zugriff auf die Ausrüstung erfolgt im Einsatzleitplatz im Reiter „EINSATZMITTEL“ unter „Ausrüstung suchen“ bzw. in alten Versionen „Sonderausrüstung suchen“. Darüberhinaus wird die Ausrüstung eines Einsatzmittels auch im Einsatzmitteldialog angezeigt. Ausrüstungstypen lassen sich auch in das BOSwiki einbinden und dort zusätzlich in einer eigenen Ansicht aufrufen.

Allgemeines

In EDP4 ist es möglich, beliebig viele Protokollvorlagen entweder als einfaches Text-Dokument oder als HTML Datei zu erstellen. An Hand von Protokolltags kann das Aussehen der Protokolle ganz individuell gestaltet werden. In EDP4 ist es nun auch möglich, die Prototkolltags selbst zu gestalten, so dass sogar eigene SQL Abfragen zu einem Protokolltag definiert werden können.

Mit EDP werden aber eine Vielzahl an Protokolltags mitgeliefert, so dass es nicht unbedingt erforderlich ist, selbst Protokolltags zu erstellen.

Zunächst soll nun das Bearbeiten der Protokollvorlagen erklärt werden.

Vorlagen

In dieser Maske können Sie basierend auf den Protokolltags beliebig viele Protokollvorlagen erstellen. Dazu finden Sie in der linken oberen Ecke eine Liste mit den verfügbaren Vorlagen. Dort ist es auch möglich, weitere zusätzliche Vorlagen anzulegen. Die Vorlage mit dem Namen „STANDARD“ ist mit dem Button „Protokoll“ im Einsatzleitplatz verknüpft. D.h. die Vorlage mit dem Namen „STANDARD“ sollte immer vorhanden sein und Ihrer Standard-Vorlage entsprechen. Bitte beachten Sie auch, dass die Namen einer Vorlage eindeutig sein müssen, d.h. es darf kein Name mehrfach vorhanden sein.

Unter der Liste der Vorlagen können Sie festlegen, ob die Protokollvorlage verwendet werden soll. Ist der Haken „Protokollvorlage“ nicht gesetzt, so wird die Vorlage als nicht fertig gestellt angesehen und kann nicht ausgewählt werden. Sollten Ihre Protokollvorlage (und entsprechend auch einige Tags) im HTML Format erstellt sein, so setzen Sie den entsprechenden Haken bei „HTML Vorlage“. Vorlagen im HTML-Format können ab der Version 4.7 über eine neue Reportengine erstellt werden. Die Beschreibung finden Sie hier.

In dem Eingabefeld „Protokoll“ bearbeiten Sie das Protokoll in Form der eigentlichen Druckvorlage direkt. Dazu können Sie die Protokolltags per Doppelklick auf die Liste auf der rechten Seite der Maske in das Protokoll einfügen. Über die Auswahl einer Kategorie können Sie die Protokolltags zur besseren Übersicht auch filtern.

Möchten Sie eine HTML Vorlage erstellen, so können Sie hier auch den HTML Quelltext aus einem HTML Editor importieren und mit den Protokolltags versehen.

Protokolltags

Bei einem Protokolltag handelt es sich um einen definierten Textbaustein, der in eine Protokollvorlage eingebaut werden kann und durch Daten aus dem jeweiligen Einsatz ersetzt wird, so dass diese Einsatzdaten auf dem Protokoll dargestellt werden. Protokolltags sollten nur von erfahrenen Benutzern editiert werden.

In der Ansicht „Protokolltags“ können Sie die vorhandenen Protokolltags bearbeiten und erweitern. Die Definition des Protokolltags besteht aus mehreren Teilen. Der Tag selbst ist die eindeutige Bezeichnung des Tags, dieser wird so in das Protokoll eingefügt und dann durch die Einsatzdaten ersetzt. Ein Tag beginnt immer mit „<%“ und endet mit „%>“. Es empfiehlt sich, eindeutige Tags zu verwenden wie beispielsweise „<%OBJEKTNAME%> für das Feld OBJEKTNAME.

Anschließend erfolgt die Angabe der Kategorie und der Beschreibung für die Anzeige im Fenster „Vorlagen“.

Als letztes muss nun noch die Definition der Daten, die ausgegeben werden sollen, erfolgen. Unter „Ausgegebene Felder“ legen Sie fest, welche Felder in welcher Reihenfolge und welcher Formatieren ausgegeben werden sollen. Sie können für einen Protokolltag eine ganze Reihe an Feldern hinterlegen. Wollen Sie nur Felder aus der Tabelle „EINSAETZE“ sprich den Daten des Einsatzkopfes ausgeben, so können Sie das Feld „SQL Abfrage“ leerlassen, da Ihnen immer alle Felder des Einsatzkopfes zur Verfügung stehen. Möchten Sie jedoch Felder anderer Tabellen ausgeben, so müssen Sie unter „SQL Abfrage“ die spezifische SQL Abfrage eingeben, mit der Sie die gewünschten Daten erhalten. Zum Filtern der SQL Abfrage können Sie in diese alle Felder der Tabelle „EINSAETZE“ einbauen. Achten Sie hier bitte darauf, dass Sie dem Feldnamen ein „<%“ voranstellen und nach dem Feldnamen ein „%>“ hintenanfügen. Also z.B. „SELECT * FROM PATIENTEN WHERE EINSATZNUMMER LIKE <%EINSATZNUMMER%>.

Geben Sie bei „Wert“ / „Ausgegebene Felder“ die Felder inkl. der gewünschten Formatierung ein. Ein Felder fügen Sie in der Formatierung <%FELDNAME%> ein. Nach dem Feldnamen können Sie noch spezielle Paramater für das Feld festlegen. Fügen Sie diese nach dem Feldnamen mit | getrennt ein. Beispiel: <%FELDNAME|EIGENSCHAFT=WERT%>

Die zur Verfügung stehenden Parameter finden Sie nachfolgend:

Parameter

LENGTH Nutzen Sie diesen Parameter, wenn der ausgegebene Text für diese Feld immer gleich lang sein soll. Geben Sie dazu die gewünschte Länge an (z.B. LENGTH=20)

DEFAULT Soll ein Text dargestellt werden, wenn das Feld leer ist, so legen Sie den dafür vorgesehenen Text über diesen Parameter fest. (DEFAULT=Das Feld ist leer)

FORMATDATE Wenn Sie ein Datums– und/oder Zeitfeld ausgeben, können Sie hierüber dessen Formatierung festlegen. Es gelten die üblichen Zeichen für die Datums und Zeitformatierung von Windows.

BOOL Wenn es sich bei dem Feld um ein Wahr/Falsch Feld handelt, müssen Sie das zunächst der ReportEngine über den Parameter BOOL mitteilen. Anschließend legen Sie über TRUE= und FALSE= die Texte für wahr oder falsch fest. (<%SONDERSIGNAL|BOOL|TRUE=Sondersignal|FALSE=Normale Fahrt%>

Datenexporte Als Datenexporte können Sie über eine SQL-Abfrage eine Liste aller über die Abfrage ausgewählten Datensätze erstellen. Dazu wählt der Anwender im Einsatzleitplatz einen Zeitraum aus, für den der Datenexport erfolgen soll. Um diesen Zeitraum in Ihre SQL-Abfrage im Editor integrieren zu können, stehen die Tags <%BEGINN%> und <%ENDE%> zur Verfügung. Sie werden durch das jeweils gewählte Datum für den Beginn und das Ende des Export-Zeitraums ersetzt.

PDF-Exporte Seit der Version 4.5.7 können sowohl die Schichtberichte als auch im Fenster „Datenexporte“ im Einsatzleitplatz Daten als ein PDF Dokument ausgegeben werden. Die Basis für die Formatierung in der PDF-Datei bildet eine HTML Seite. Zusätzlich können Sie über SQL-Abfragen zusätzlich beliebig Informationen mit darstellen. Der Aufbau dieser SQL-Abfragen innerhalb der HTML Vorlage wird im Folgenden beschrieben:

SQL - Abfragen

Die SQL-Abfrage wird innerhalb des Tags {sql}{/sql} angegeben. Also {sql}SELECT TESTFELD FROM TESTTABLE{/sql} – Diese Abfrage gibt nun das Feld “TESTFELD” aller Datensätze untereinander aus. Um die Ausgabe der Daten flexibler zu gestalten, können Sie nach der SQL-Abfrage einen | - Zeichen setzen und anschließend das Ausgabeformat für einen Datensatz angeben. Es werden dann alle Datensätze in dieser Form ausgegeben. Dabei geben Sie den Inhalt von Datenfelder in der Form %FELDNAME% aus.

Beispiel: {sql}SELECT TEST1,TEST2 FROM TEST WHERE TEST3 LIKE `Test’|<tr><td>%TEST1%</td><td>%TEST2%</td></tr>{/sql}

In diesem Beispiel werden die Felder “Test1” und “Test2” als Zeile einer Tabelle ausgegeben.

Parameter

PDF-Exporte können entweder als Schichtbericht oder als Datenexport angelegt werden. Beachten Sie hierbei allerdings, dass insgesamt nur eine Schichtbericht-Vorlage verwendet werden kann. Es macht also keinen Sinn, mehrere Vorlagen vom Typ „Schichtbericht“ anzulegen.

Für PDF-Exporte werden folgende Parameter übergeben, die Sie in Ihre Vorlage z.B. in die SQL Abfragen beliebig integrieren können: <%BEGINN%> und <%ENDE%> - Sie werden durch das jeweils gewählte Datum für den Beginn und das Ende des Export-Zeitraums ersetzt.

Bei einem Schichtbericht wird neben diesen zwei Parametern noch der Parameter <%ID%> übergeben. Dies entspricht der ID des Datensatzes in der Tabelle „SCHICHTEN“. Diese Tabelle können Sie unter „Systemanpassungen“ - > „Tabellen bearbeiten“ um weitere Felder erweitern bzw. dort auch die vorhandenen Felder einsehen, um ggfs. Ihre SQL Abfrage darauf anzupassen.

Die Maske der Schichtberichte bearbeiten Sie unter „Systemanpassungen“ → „Masken“. Die verfügbaren Felder für die Tabelle „Schichten“, auf die sich die Maske „Schichtbericht“ bezieht, kann wie oben beschrieben eingesehen und um weitere Felder erweitert werden.

Schichtbericht

Nachfolgend finden Sie eine Beispielvorlage ohne zusätzliche Felder für die Maske „Schichtbericht“:

<label name="Bezeichnunglabel" left="8" top="8" caption="Bezeichnung“ bold="1">

<edit name="bezeichnungedit" left="120" top="4"  width="300" field="BEZEICHNUNG">

<label name="timelabel" left="8" top="32" caption="Beginn / Ende" bold="1">

<edit name="startdate" left="120" top="28"  width="80" field="BEGINN_DATE" params="date">
<edit name="starttime" left="202" top="28"  width="70" field="BEGINN_TIME" params="time">

<edit name="endedate" left="280" top="28"  width="80" field="ENDE_DATE" params="date">
<edit name="endetime" left="362" top="28"  width="70" field="ENDE_TIME" params="time">

Hier finden Sie nun noch ein Beispiel für ein Bestandteil der PDF-Vorlage “Schichtbericht”, um die erfassten Statistiktypen auszugeben:

<p><b><font face="Arial">Einsatzstatistik:</font></b></p>
<table border="0" cellpadding="2" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
  {sql}SELECT BEZEICHNUNG FROM STATISTIK_TYPEN ORDER BY BEZEICHNUNG|<tr>
    <td width="50%"><font face="Arial">%BEZEICHNUNG%</font></td>
    <td width="50%"><font face="Arial">{innersql}SELECT COALESCE(SUM(STATISTIK.anzahl),0) FROM statistik INNER JOIN 
    EINSAETZE ON STATISTIK.einsatznummer = EINSAETZE.EINSATZNUMMER WHERE 
    EINSAETZE.EROEFF BETWEEN ' <%BEGINN%>' AND '<%ENDE%>' AND STATISTIK.bezeichnung='%BEZEICHNUNG%'{/innersql}</font></td>
  </tr>{/sql}
</table>

Datenexporte

Für statistische Auswertungen o.ä. können eigene SQL Abfragen erstellt werden, in denen ein Beginn- und Enddatum flexibel eingebunden wird. Das Ergebnis der SQL-Abfrage kann als CSV gespeichert werden.

Die Platzhalter <%BEGINN%> und <%ENDE%> können innerhalb der SQL-Abfrage verwendet werden. Sie entsprechen dann dem im Dialog gewählten Datumsformat.

Statistik-Typen

Innerhalb des Einsatzleitplatzes können zu jedem Einsatz in einem eigenen Fenster Statistiktypen in beliebiger Anzahl mit einem frei definierbaren Zählfaktor erfasst werden. Der Hintergrund hiervon besteht darin, dass die Daten in der Einsatzmaske je nach Kriterium nur bedingt auswertbar sind. So besagt das Einsatzstichwort nur, was für den jeweiligen Einsatz gemeldet wurde, jedoch nicht, was vorgefunden wurde. Dies kann dann in dem Zusatzfenster „Statistik“ erfasst werden. Der Zählfaktor kommt hinzu, um etwa bei Rettungsdiensteinsätzen auch eine Zahl größer als eins erfassen zu können. (z.B. 3 Kliniktransporte in einem Einsatz).

Die in dem Dialog „Statistik“ zur Auswahl stehenden Typen können Sie hier definieren.

Siehe hierzu auch „Schichtbericht / PDF Exporte“.

Checklisten

In dieser Ansicht können Checklisten hinterlegt werden, die einerseits im EDP-Einsatzleitplatz per Klick auf den Button „Aufgabe hinzufügen“ als gesamte Liste (jeder Eintrag als manuelle Aufgabe) in die Aufgaben zu dem aktuell geöffneten Einsatz hinzugefügt werden können. Weiterhin können innerhalb von EDPcommand im Einsatzleitplatz diese Checklisten hinzugefügt und bearbeitet werden.

Die Angabe von Einsatzart und Stichwort ist als Filterfeld für den Ausdruck der Alarmdepsche vorgesehen, um bei Bedarf bei bestimmten Stichworten eine Checkliste auf die Alarmdepesche drucken zu können.

Meldebilder

Meldebilder können als Erweiterungen zu Stichworten hinterlegt werden und dienen der Bestimmung des Stichworts an Hand des Meldebildes. D.h. dass mehrere Meldebilder ein Stichwort darstellen können (z.B. „Brennt Mülltonne“ und „Kleiner Flächenbrand“ für das Stichwort „Feuer klein“).

Hier im Editor finden Sie unter Systemanpassungen → Masken einen Button „Vorlagen“. Per Klick auf diesen lassen sich vordefinierte Masken für die Einsatzbearbeitung in EDP einfügen, in denen die Meldebilder enthalten sind. Erst dann sind sie über den Einsatzleitplatz nutzbar.

Bei der Verwendung von EDP in Kreiseinsatzzentralen werden die Meldebilder für die Schlagworte verwendet. Nur in der KEZ-Version stehen dann auch die Spalten „Einsatzstichwort1“ bis „Einsatzstichwort4“ zur Verfügung.

Aufgaben

Als Aufgaben sind in EDP sowohl Gedankenstützen bzw. Checklisteneinträge für den Disponenten (bezeichnet als „Manuelle Aufgaben“) als auch Alarmierungen zusammengefasst. In der Maske „Aufgaben“ legen Sie standardisierte Alarmierungsaufgaben fest, die später in den Alarmvorschlägen beliebig oft zugeteilt werden können. Im Einsatzleitplatz hat der Disponent ebenfalls die Möglichkeit, auf diese Aufgaben zuzugreifen und Sie einem Einsatz zuzuordnen und so zu alarmieren.

Geben Sie zunächst in der Liste aller Aufgaben für die neue Aufgabe den Namen der Aufgabe an. Dieser Name wird später als einzige Information zu dieser Aufgabe im Einsatzleitplatz angezeigt. Daher sollte der Name diese Aufgabe auch treffend beschreiben. Beispielsweise wäre „Alarmfax Fw Musterstadt“ eine treffende Beschreibung für eine Aufgabe, die ein Alarmfax an die die Feuerwehr Musterstadt senden soll.

Den Aufgabentyp können Sie im Reiter rechts neben der Aufgabenliste auswählen. Hier sind folgende Typen möglich:

  • Ansteuerung
  • Systemintern
  • 5-Tonalarm (via für ZVEI Alarmierung geeigneter Schnittstelle)
  • POCSAG (via für POCSAG-Alarm geeigneter Schnittstelle)
  • Tetra-Callout (via für Tetracallout geeigneter Schnittstelle)

Haben Sie die Option „Ansteuerung (DLL aus Serverkonfig)“ gewählt, so müssen Sie die gewünschte Ansteuerung per Mausklick in der Liste markieren. Im Feld „Wert“ geben Sie das spezifische Parameter ein, das bei der jeweiligen Ansteuerung definiert werden kann. Entsprechende Informationen entnehmende Sie bitte der jeweiligen Beschreibung der Ansteuerung. Dies kann von der Faxnummer über die e-Mailadresse bis zur Gruppen– bzw. Listennummer einer Groupalarmierung sein.

Vorschläge

In der Ansicht „Vorschläge“ können Sie statische Alarmvorschläge für ein Gebiet und ein bestimmtes Stichwort definieren. Sie teilen hier fest Fahrzeuge und Aufgaben dem Vorschlag zu.

Zunächst ist es erforderlich, jedem Datensatz ein Gebiet zuzuweisen. Beim Aufrufen des Alarmvorschlags wird der spezifischste Datensatz herausgesucht. So ist die Angabe eines AAO-Gebietes die genauste Form. In diesem Fall reicht die Angabe des AAO-Gebietes aus, die Felder „Ort“ und „Ortsteil“ können und sollen leer bleiben. Für die Wahl des AAO-Gebietes steht eine Drop-Down-Liste zur Verfügung, die alle bei den Straßen und Objekten hinterlegten AAO-Gebiete umfasst. Ist kein AAO-Gebiet hinterlegt, so sucht EDP als nächstes nach der Kombination aus Ort und Ortsteil. Ist auch diese Suchabfrage negativ, so steht als gröbste Form des Alarmvorschlags die alleinige Eingabe eines Ortes mit leeren Feld „Ortsteil“ zur Verfügung. Dies bietet sich an, wenn der Alarmvorschlag bei einem bestimmten Stichwort in allen Ortsteilen gleich ist. Als nächstes ist noch die Eingabe der Einsatzart und des Stichwortes erforderlich. Auch hierzu stehen Drop-Down-Listen zur Verfügung. Beachten Sie hierbei bitte, dass nur bei der Angabe von Einsatzart und Stichwort der Alarmvorschlag verwertet wird.

Insgesamt sollten Alarmvorschläge so grob wie möglich gehalten werden. D.h. mit AAO-Gebieten sollten Sie nur arbeiten, wenn innerhalb eines Ortsteils verschiedene Bereich eine andere AAO benötigen. AAO-Gebiet bieten sich außerdem an, wenn für ein bestimmtes Objekt eine eigene AAO benötigt wird.

Nachdem Sie nun die Kopfdaten des Alarmvorschlags eingegeben haben, ist es möglich, dem Alarmvorschlag Aufgaben, Einsatzmittel und manuelle Aufgaben zuzuteilen. Für die Einsatzmittel und Aufgaben können Sie jeweils ein zusätzliches Fenster mit den vorhandenen Aufgaben und Einsatzmitteln öffnen, aus denen die Datensätze per Doppelklick in Ihren jeweiligen Alarmvorschlag übernommen werden. Dabei ist pro Einsatzmittel und Aufgabe definierbar, ob diese immer oder nur bei Normal- oder Unterbesetzt vorgeschlagen werden soll. Normalbesetzt versteht dabei Nachts und am Wochenende, Unterbesetzt wochentags tagsüber. Die Uhrzeit „Beginn Unterbesetzt“ und „Ende Unterbesetzt“ definieren Sie in den Einstellungen.

Als letztes können Sie noch „Manuelle Aufgaben“ definieren. Hierbei handelt es sich um Freitext, der dem Disponenten als Gedankenstütze dienen soll und nach dem Ausführen im Protokoll auch als Maßnahme dokumentiert wird.

Tetra-Callout

EDP unterstützt das Auslösen von Tetra-Callout, sprich der Alarmierung über den Digitalfunk. Derzeit ist dies in den Bundesländern Hessen und Bayern vorgesehen. Die in dieser Ansicht hinterlegten Informationen werden im Callout-Alarmgeber von EDP verwendet.

In der Ansicht „Tetra-Callout“ definieren Sie zum einen die Alarmierungsadressen, die aus einer ISSI oder GSSI bestehen. Bei dem gezielen Ansprechen eines Empfängers kann dessen ISSI verwendet werden. Soll der Alarm in eine Gruppe gesendet werden, so kann hierfür die GSSI der Gruppe sowie optional die Subadressen angegeben werden.

Weiterhin lässt sich definieren, welche Severity Levels der Alarmierung zur Auswahl stehen sollen. So kann sichergestellt werden, dass nur die gemäß Landesvorgaben zulässigen Levels ausgelöst werden.

In diesem Bereich können Sie tiefergehende Anpassungen in EDP vornehmen wie beispielsweise SQL Abfragen oder Maskengestaltung. Dieser Bereich sollte erfahrenen Benutzern sowie dem Kundenservice von EDP vorbehalten bleiben, da hier bei falscher Anpassung der Betrieb der Software gestört sein kann.

Masken bearbeiten

Folgende Eingabemasken innerhalb von EDP sind durch den Endanwender frei konfigurierbar:

  • Einsatzmaske
  • Patientenmaske
  • Unterer Teil der MANV-Maske
  • Schichtbericht
  • Einsatznachbearbeitung

Da die Bearbeitung der Maskenvorlagen recht komplex ist, wird diese in einer eigenen Dokumentation beschrieben:

Dokumentation Masken

  • editor/index.txt
  • Zuletzt geändert: 2018/12/10 10:55
  • von Hendrik Eifert