EDP-Server

Der EDP-Server ist ein Windows-Dienst, der zentral alle Operationen von EDP steuert. Weiterhin erfolgt über ihn zentral die Ansteuerung von Fremdsystemen und die Anbindung von Schnittstellen z.B. zu Digitalfunkgeräten oder Alarmgebern. Weiterhin melden sich alle Clients am EDP-Server an, der hierbei auch die Verwaltung der Lizenzen übernimmt.

EDP Server 4.9

Mit dem Update auf die Version 4.9 wird der EDP-Server auf eine neu entwickelte Struktur umgestellt. Die wesentlichen Änderungen und die neue Struktur werden nachfolgend beschrieben. Zielsetzung der neuen Struktur ist zudem eine verbesserte Stabilität und Fehlerbehandlung und zum Zweiten die Erweiterung des möglichen Funktionsumfangs einzelner Schnittstellen.

In der bisherigen Struktur wurden alle Funktionen des EDP-Servers inkl. der Schnittstellen (in Form einer DLL) vollständig innerhalb der Anwendung „EDPServer.exe“ ausgeführt. Dies hat in Einzelfällen dazu geführt, dass die Behandlung von Fehlern, die in einzelnen Modulen aufgetreten sind, auch Auswirkungen auf andere Funktionen innerhalb der Anwendung „EDPServer.exe“ hatte.

In der neuen Struktur fungiert die Dienstanwendung EDPServer.exe als Hauptanwendung, die wiederum automatisiert im Hintergrund weitere Anwendungen startet, die einzelne Funktionen übernehmen. So wird beispielsweise jede Schnittstelle als einzelne Anwendung und damit am Ende auch als eigenständiger Prozess unabhängig vom EDP-Server im Hintergrund gestartet und überwacht.

In der bisherigen Struktur des EDP-Servers wurden getrennt Ansteuerungen und Schnittstellen betrachtet und diese in Form einer DLL in den EDP-Server eingebunden. In der neuen Struktur werden nun nur noch global als Schnittstellen bezeichnete Module über die EDP-Konfiguration definiert. Bei den Schnittstellen handelt es sich nun immer um eine eigene Anwendung (exe-Datei). Alle angelegten Schnittstellen werden innerhalb von EDP zentral in der Datenbank (Tabelle SCHNITTSTELLE_DEF) gespeichert.

Lizenzen von Schnittstellen und Ansteuerungen aus der bisherigen Struktur werden nun zusammengeführt und nur noch als „Schnittstellen-Lizenzen“ betrachtet.

Innerhalb der Schnittstellen werden drei Typen unterschieden:

Eine Schnittstelle vom Typ „Schnittstelle Funk“ ist in der Lage bestimmte Aufgaben abzuarbeiten, dabei Daten die nach TR-BOS definiert sind auszusenden. Dies sind Tetra-(Flash-)SDS, Tetra-Callout, Tetra-LIP-Anfrage, POCSAG-Alarmierung und ZVEI-Alarmierung. Zudem kann eine Schnittstelle Funk auch in der Lage sein, Daten wie Statusmeldungen oder Positionsmeldungen zu empfangen.

Aufgaben werden den Schnittstellen vom Typ „Schnittstelle Funk“ dynamisch über den EDP-Server-Dispatcher zugewiesen. Dieser sucht die für die jeweilige Aufgabe geeignete Schnittstelle und weist dieser die Aufgabe zu.

Eine Schnittstelle vom Typ „Ansteuerung“ ist in der Lage über Aufgaben vom Typ „Ansteuerung“ direkt angesprochen zu werden. Die im Feld „Wert“ der Aufgabe definierten Daten werden falls erforderlich von der Schnittstelle zur Abarbeitung der Aufgabe verwendet.

Ggfs. können Schnittstellen vom Typ „Ansteuerung“ auch Daten empfangen und verarbeiten.

Schnittstellen vom Typ „Schnittstelle Passiv“ empfangen ausschließlich Daten und übergeben diese an EDP. Die Art der empfangenen Daten ist dabei flexibel. So können beispielsweise auch Wetterdaten empfangen werden.

Der EDP-Server verwaltet zentral alle eingebundenen Schnittstellen und stellt die Verbindung zwischen allen Softwaremodulen von EDP sicher. In diesem Zusammenhang verwaltet der EDP-Server auch die Lizenzen. Alle Schnittstellen werden vom EDP-Server gestartet und bei einem Absturz (Beenden) einer Schnittstelle nach 10 Sekunden wieder neu gestartet. Zudem werden die folgenden Softwaremodule auch vom EDP-Server aus gestartet:

Der Schnittstellen-Dispatcher weist alle Aufgaben, deren Inhalt nach TR-BOS standardisiert ist (Tetra-SDS, Callout, POCSAG-Alarm, 5-Ton-Alarm, LIP-Positionsabfrage) einer geeigneten Schnittstelle zu.

Zudem überwacht und prüft der Dispatcher in regelmäßigen Abständenalle alarmierten / ausgelösten Aufgaben. Sollten alarmierte Aufgaben nicht erfolgreich ausgeführt worden sein oder die Abarbeitung nicht erfolgt sein (Schnittstelle reagiert nicht), so gibt der Dispatcher eine entsprechende Systemmeldung aus.

Der Cron-Server arbeitet regelmäßig stattfindende Aktionen innerhalb von EDP ab (Cronjobs). Dazu gehören u.a. das Aktivieren von Erinnerungen und Termineinsätzen.

Die eigenständige Anwendung EDPAufgabeExec.exe kann bei Bedarf durch den EDP-Server gestartet werden und dann für einen Einsatz die Eröffnungsaufgaben hinzufügen, den Alarmvorschlag ausführen oder die Koordinaten für die Einsatzstelle ermitteln. Diese Funktion wurde neu ergänzt und soll zukünftig genutzt werden, wenn Einsätze über andere Wege als den Einsatzleitplatz eröffnet wurden.

Jede Anwendung (Schnittstelle, EDP-Server, CronServer, Dispatcher,…) schreibt jeweils ein eigenes Logfile. Die Logfiles des aktuellen Tages befinden sich immer im Unterordner „Logfiles“. Alle Logfiles von den vorherigen Tagen werden im Unterordner „Log_Archiv“ gegliedert nach der jeweiligen Schnittstelle gespeichert.

Ehem. Ansteuerungen

Modul Status Bemerkung
EDP-Server Test abgeschlossen
EDP-Dispatcher Test abgeschlossen
EDP-Cronserver Test abgeschlossen
Schnittstelle Divera Test abgeschlossen
Schnittstelle docexport Test abgeschlossen
Schnittstelle Dörr Haustechnik Test ausstehend
Schnittstelle Einsatzdrucker Test abgeschlossen
Schnittstelle EPSON Bondrucker Test abgeschlossen
Schnittstelle Feuersoft ALAMOS Test abgeschlossen
Schnittstelle Groupalarm Test abgeschlossen
Schnittstelle Groupalarm.com Test abgeschlossen
Schnittstelle Mailversand Test abgeschlossen
Schnittstelle Prowl Test abgeschlossen
Schnittstelle Runprogram Test abgeschlossen

Schnittstellen Funk

Modul Status Bemerkung
Schnittstelle eMessage Test abgeschlossen
Schnittstelle FMS-Pro Test abgeschlossen
Schnittstelle Funktronic mi2000 Test ausstehend
Schnittstelle GPS Test abgeschlossen
Schnittstelle Katsys Test abgeschlossen
Schnittstelle Lardis Test abgeschlossen
Schnittstelle Operator2 Test abgeschlossen
Schnittstelle Reichert ZBE Test abgeschlossen
Schnittstelle Rescuetrack Test abgeschlossen
Schnittstelle Sonnenburg Test ausstehend
Schnittstelle Soundkarte Tonausgabe über Soundkarte getestet
Schnittstelle SwissphoneTMIP Test abgeschlossen
Schnittstelle TETRA Test abgeschlossen
Schnittstelle TETRAcontrol Test abgeschlossen

Neue Schnittstellen

Modul Status Bemerkung
Wetterstation DWD Test abgeschlossen
Statusaktionen Test abgeschlossen

Im Rahmen der neuen Serverstruktur wurde auch der Ablauf der Statusverarbeitung eines empfangenen Tetra-Status überarbeitet.

Das nachfolgende Schema zeigt den Funktionsumfang:

Die Konfiguration des EDP-Servers erfolgt im Wesentlichen über eine Ini-Datei. Um die Konfiguration zu erleichtern wird im Rahmen der Installation die Anwendung „EDP Konfiguration“ mit auf dem Server-Rechner installiert. Über diese Anwendung erfolgt die Konfiguration des EDP-Servers. Außerdem können die EDP-Dienste hierüber gestartet und beendet werden. Wichtig ist der Stelle zu erwähnen, dass diese Anwendung nur der Konfiguration dient und nicht gleichbedeutend mit dem EDP-Server ist.

Die Funktionen der EDP Konfiguration sind in einem separaten Bereich beschrieben: EDP Konfiguration.

EDP verwendet als Datenbanksystem Firebird SQL in der Version 3.0 ab der EDP-Version 4.8.1 sowie Firebird SQL in der Version 2.1 in allen EDP-Versionen älter als 4.8.1.

Die Migration im Rahmen des Updates auf EDP 4.8.1 ist in einer eigenen Dokumentation beschrieben: Datenbank-Migration

Eine Zusammenstellung von Hinweisen für den Umzug eines EDP-Servers auf eine neue Maschine finden Sie hier.

Im EDP-Server können Sie beliebig viele Schnittstellen in Form einer DLL integrieren. Als Schnittstellen werden alle Verbindungen des EDP4-Servers verstanden, welche zum Senden und Empfangen von Funktelegrammen benötigt werden. Es kann sich dabei zum Beispiel um das Versenden einer 5-Ton-Folge oder das Senden eines FMS-Telegramms. Schnittstellen werden in der EDP-Konfiguration im Reiter „Schnittstellen“ verwaltet. Schnittstellen werden über direkte Standard-Funktionen (SDS Versand aus Kontextmenü, Tetra-Polling aus Tableau, FMS Fernanweisung im Kontextmenu, Callout Alarmgeber) sowie Aufgaben vom Typ ZVEI-Alarmierung, POCSAG-Alarmierung, Tetra-SDS, Tetra-Callout angesprochen.

Pro DLL benötigen Sie eine Schnittstellenlizenz, die flexibel für jede der verfügbaren DLLs genutzt werden kann.

Weitere Informationen zu den verfügbaren Schnittstellen und deren Einrichtung finden Sie auf der Seite Schnittstellen.

Bei einer mehrfachen Einbindung einer Schnittstelle, muss jede Schnittstellen-DLL unter einem eigenen Namen erfolgen (z.B. funk_tetra_1.dll und funk_tetra_2.dll).

Im EDP-Server können Sie beliebig viele Ansteuerungen in Form einer DLL integrieren. Hierzu gehören u.a. Push-Dienste, e-Mailversand, etc. Die Ansteuerungen werden ausschließlich über Aufgaben vom Typ „Ansteuerung“ angesprochen.

Pro DLL benötigen Sie eine Ansteuerungslizenz, die flexibel für jede der verfügbaren DLLs genutzt werden kann.

Weitere Informationen zu den verfügbaren Ansteuerungen und deren Einrichtung finden Sie auf der Seite Ansteuerungen.

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  • Zuletzt geändert: 2021/07/23 11:33
  • von Hendrik Eifert