edp:sync

edp:sync erlaubt eine Live-Austausch von Einsatzdaten zwischen verschiedenen EDP-Systemen. Dabei bildet ein EDP-System als zentrales System den Masterserver, auf dem alle Daten zusammenlaufen und an die anderen Systeme geteilt werden können. Dies erfolgt technisch über eine REST-API und eine Websocket-Connection, die innerhalb von edp:web aktiviert werden können. Diese Seite behandelt die Konfiguration der Schnittstelle, also eines Clientsystems. Die Konfiguration der edp:sync-API und damit des Masterservers wird auf folgender Seite behandelt: edp:sync (Master).

Konfiguration der Schnittstelle

Server-Einstellungen

Zur Anmeldung der Schnittstelle am Masterserver muss die IP oder die Domain eingetragen werden, unter der das edp:web des Masterservers erreichbar ist. Falls der Port vom Standard HTTPS-Port 443 abweicht, muss das ebenfalls hier geändert werden.

Die Authentifizierung geschieht über EDP-Benutzer, die auf dem Masterserver angelegt werden. Dabei ist zu beachten, dass der EDP-Benutzer für die API freigeschaltet wird und falls eine Rechtestruktur genutzt werden soll, auch eine Benutzerrolle angegeben wird. Weitere Infos dazu finden sie wieder auf der Dokuseite des Masters: edp:sync (Master).

Daten-Einstellungen

In diesem Reiter kann eingestellt werden, welche Daten mit dem Masterserver ausgetauscht werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Master ebenfalls den Austausch von Daten aktivieren und deaktivieren kann. Daher ist für einen Datenaustausch für die jeweilige Kategorie eine Aktivierung von beiden Seiten notwendig.

Außerdem ist die Notwendigkeit des Datenaustausches bestimmter Kategorien zu hinterfragen. Beispielhaft ist das Senden und Empfangen von Statusmeldungen nur sinnvoll, wenn keine eigene Statusauswertung über Funk am Client verfügbar ist. Andernfalls werden Statusmeldungen mehrmals erfasst, was zu ungewünschtem Verhalten führen und einer unnötigen Last im Masterserver und aller angeschlossenen System sorgen kann.

Anpassung Einsatzfelder

Falls per edp:sync noch zusätzliche Felder der Tabelle Einsätze synchronisiert werden sollen, kann dies über eine Datei „edpsync_Custom.ini“ gesteuert werden. Diese Datei muss im Verzeichnis der Schnittstelle erstellt werden. Die Datei muss folgenden Aufbau haben:

[Einsaetze]
Fields_Custom=zFeld1,ZFeld2,zFeld3

Diese zusätzlichen Felder müssen auf beiden Systemen, dem Master und dem Client, vorhanden sein, sonst kann es zu Problemen bei der Einsatzübertragung kommen.

Stammdaten-Sync

edp:sync bietet neben dem Austausch von Einsatzdaten auch den unidirektionalen Import von Stammdaten aus dem Mastersystem in den Client an. Dazu müssen die Server-Einstellungen vollständig ausgefüllt sein. In der Tabelle erscheinen dann alle Datenbanktabellen, die vom Mastersystem über EDPsync freigegeben wurden. Beim Import kann zusätzlich ausgewählt werden, ob alle lokalen Daten im Clientsystem komplett gelöscht werden sollen oder die Daten des Masterservers nur auf dem Client ergänzt werden. Beim Import ohne vorheriges Löschen kann es zu Doppelteinträgen kommen, falls Daten vorher schon auf beiden Systemen vorlagen.

Weitere Einstellmöglichkeiten

Die edp:sync-Schnittstelle bietet noch weitere Anpassmöglichkeiten. Diese können aktuell aber nur über die ini der Schnittstelle geändert werden. Die ini kann bei Schnittstellen in der EDP-Konfiguration im Schnittstellenreiter über „Grunddaten“ → „Konfig-Datei anzeigen“ geändert werden. Folgende Einstellungen sind zusätzlich möglich:

Übernahme Einsatznummer

Die edp:sync-Schnittstelle übernimmt mit dieser Einstellung die Einsatznummer des Masters und hinterlegt diese als „Interne Nummer“. Dafür muss im Abschnitt „Empfangen“ der Eintrag „Einsatznummer=1“ ergänzt werden:

[Empfangen]
Einsatznummer=1

Deaktivierung Systemmeldungen

Die Systemmeldung bei Verbindungsverlust zum Master kann deaktiviert werden. Dafür muss im Abschnitt „EDPServer“ der Eintrag „Systemmeldung=0“ ergänzt werden:

[EDPServer]
Systemmeldung=0

Übernahme Einsatzstatus/Eröffnung & Eingang im Unwettermodul

In der Standardkonfiguration wird der Status eines Einsatzes nicht übertragen und der Status ändert sich nur durch die übertragenen Einsatzmittelstatus. Damit auch der manuell geänderte Einsatzstatus übertragen wird, muss folgender Eintrag ergänzt werden. Der Einsatzstatus beinhaltet auch die Flag, dass ein Einsatz im Unwettermodul liegt. Daher ist diese Konfiguration auch notwendig, wenn die Einsatzeröffnung aus dem Unwettermodul synchronisiert werden soll. Dieser Eintrag muss auch im Master in der Datei „edpapi.ini“ eingetragen werden:

[Senden]
EinsatzStatus=1

UHS Patienten

Ab der Version 2025 können per edp:sync auch UHS Patienten zum Master übertragen werden. Dies ist für einen besseren Lageüberblick beim Master gedacht. Daher werden die UHS-Patienten nur hoch gepushed und nicht vom Master zum Client synchronisiert.

Zum Aktivieren muss folgender Eintrag ergänzt werden:

[Senden]
UHSPatienten=1

Im Master muss folgender Eintrag ergänzt werden:

[Empfangen]
UHSPatienten=1

Bitte beachten Sie weiterhin, dass für eine korrekte Darstellung (z.B. in den Dashboards) die Unfallhilfsstellen auf dem Mastersystem analog zum Subsystem angelegt werden müssen. Insbesondere der Name der UHS muss hier identisch angelegt sein.

Allgemeine Hinweise

Austausch von Patientendaten

Damit die Funktion des Austauschs von Patientendaten produktiv nutzbar ist, müssen bei der Datenbankversion 2023.01.06 noch folgende SQL-Befehle ausgeführt werden:

ALTER TABLE `patienten` ADD COLUMN IF NOT EXISTS `LASTCHANGE` DATETIME NOT NULL DEFAULT current_timestamp() ON UPDATE current_timestamp();
ALTER TABLE `patienten` ADD COLUMN IF NOT EXISTS `UNIQUE_ID` VARCHAR(45) NULL DEFAULT UUID() COMMENT 'Eindeutige Bezeichnung des Patienten bei Austausch mit anderen Systemen';

Ab der Datenbankversion 2023.01.07 sind diese Anpassungen bereits enthalten.