EDP-Server

Der EDP-Server ist ein Windows-Dienst, der zentral alle Operationen von EDP steuert. Weiterhin erfolgt über ihn zentral die Ansteuerung von Fremdsystemen und die Anbindung von Schnittstellen z.B. zu Digitalfunkgeräten oder Alarmgebern. Weiterhin melden sich alle Clients am EDP-Server an, der hierbei auch die Verwaltung der Lizenzen übernimmt.

Allgemein

In der aktuellen Struktur fungiert die Dienstanwendung EDPServer.exe als Hauptanwendung, die wiederum automatisiert im Hintergrund weitere Anwendungen startet, die einzelne Funktionen übernehmen. So wird beispielsweise jede Schnittstelle als einzelne Anwendung und damit am Ende auch als eigenständiger Prozess unabhängig vom EDP-Server im Hintergrund gestartet und überwacht.

EDP-Server

Der EDP-Server verwaltet zentral alle eingebundenen Schnittstellen und stellt die Verbindung zwischen allen Softwaremodulen von EDP sicher. In diesem Zusammenhang verwaltet der EDP-Server auch die Lizenzen. Alle Schnittstellen werden vom EDP-Server gestartet und bei einem Absturz (Beenden) einer Schnittstelle nach 10 Sekunden wieder neu gestartet. Zudem werden die folgenden Softwaremodule auch vom EDP-Server aus gestartet:

  • EDP-Schnittstellen-Dispatcher: Der Schnittstellen-Dispatcher weist alle Aufgaben, deren Inhalt nach TR-BOS standardisiert ist (Tetra-SDS, Callout, POCSAG-Alarm, 5-Ton-Alarm, LIP-Positionsabfrage) einer geeigneten Schnittstelle zu. Zudem überwacht und prüft der Dispatcher in regelmäßigen Abständenalle alarmierten / ausgelösten Aufgaben. Sollten alarmierte Aufgaben nicht erfolgreich ausgeführt worden sein oder die Abarbeitung nicht erfolgt sein (Schnittstelle reagiert nicht), so gibt der Dispatcher eine entsprechende Systemmeldung aus.

  • EDP-Cron-Server: Der Cron-Server arbeitet regelmäßig stattfindende Aktionen innerhalb von EDP ab (Cronjobs). Dazu gehören u.a. das Aktivieren von Erinnerungen und Termineinsätzen.
  • EDPAufgabeExec: Die eigenständige Anwendung EDPAufgabeExec.exe kann bei Bedarf durch den EDP-Server gestartet werden und dann für einen Einsatz die Eröffnungsaufgaben hinzufügen, den Alarmvorschlag ausführen oder die Koordinaten für die Einsatzstelle ermitteln. Diese Funktion soll genutzt werden, wenn Einsätze über andere Wege als den Einsatzleitplatz eröffnet wurden.

Schnittstellen (Ansteuerungen)

In der aktuellen Struktur werden nur noch global als Schnittstellen bezeichnete Module über die EDP-Konfiguration definiert. Bei den Schnittstellen handelt es sich nun immer um eine eigene Anwendung (exe-Datei). Alle angelegten Schnittstellen werden innerhalb von EDP zentral in der Datenbank (Tabelle SCHNITTSTELLE_DEF) gespeichert.

Lizenzen von Schnittstellen und Ansteuerungen aus der bisherigen Struktur werden nun zusammengeführt und nur noch als „Schnittstellen-Lizenzen“ betrachtet.

Innerhalb der Schnittstellen werden drei Typen unterschieden:

  • Schnittstelle Funk: Eine Schnittstelle vom Typ „Schnittstelle Funk“ ist in der Lage bestimmte Aufgaben abzuarbeiten, dabei Daten die nach TR-BOS definiert sind auszusenden. Dies sind Tetra-(Flash-)SDS, Tetra-Callout, Tetra-LIP-Anfrage, POCSAG-Alarmierung und ZVEI-Alarmierung. Zudem kann eine Schnittstelle Funk auch in der Lage sein, Daten wie Statusmeldungen oder Positionsmeldungen zu empfangen. Aufgaben werden den Schnittstellen vom Typ „Schnittstelle Funk“ dynamisch über den EDP-Server-Dispatcher zugewiesen. Dieser sucht die für die jeweilige Aufgabe geeignete Schnittstelle und weist dieser die Aufgabe zu.
  • Schnittstelle Ansteuerung: Eine Schnittstelle vom Typ „Ansteuerung“ ist in der Lage über Aufgaben vom Typ „Ansteuerung“ direkt angesprochen zu werden. Die im Feld „Wert“ der Aufgabe definierten Daten werden falls erforderlich von der Schnittstelle zur Abarbeitung der Aufgabe verwendet. Ggfs. können Schnittstellen vom Typ „Ansteuerung“ auch Daten empfangen und verarbeiten.
  • Schnittstelle Passiv: Schnittstellen vom Typ „Schnittstelle Passiv“ empfangen ausschließlich Daten und übergeben diese an EDP. Die Art der empfangenen Daten ist dabei flexibel. So können beispielsweise auch Wetterdaten empfangen werden.

Logfiles

Jede Anwendung (Schnittstelle, EDP-Server, CronServer, Dispatcher,…) schreibt jeweils ein eigenes Logfile. Die Logfiles des aktuellen Tages befinden sich immer im Unterordner „Logfiles“. Alle Logfiles von den vorherigen Tagen werden im Unterordner „Log_Archiv“ gegliedert nach der jeweiligen Schnittstelle gespeichert.

EDP Konfiguration

Die Konfiguration des EDP-Servers erfolgt im Wesentlichen über eine Ini-Datei. Um die Konfiguration zu erleichtern wird im Rahmen der Installation die Anwendung „EDP Konfiguration“ mit auf dem Server-Rechner installiert. Über diese Anwendung erfolgt die Konfiguration des EDP-Servers. Außerdem können die EDP-Dienste hierüber gestartet und beendet werden. Wichtig ist an der Stelle zu erwähnen, dass diese Anwendung nur der Konfiguration dient und nicht gleichbedeutend mit dem EDP-Server ist.

Die Funktionen der EDP Konfiguration sind in einem separaten Bereich beschrieben: EDP Konfiguration.

Datenbank

EDP verwendet als Datenbanksystem MariaDB.

Server-Umzug

Eine Zusammenstellung von Hinweisen für den Umzug eines EDP-Servers auf eine neue Maschine finden Sie hier.