Hier sind Fehlerbilder gesammelt, die bei Installationen von edp:web immer wieder vorkommen. Die Ursache liegt dabei selten in edp:web selbst, meistens in der Umgebung davor, also im Reverse-Proxy oder in den Einstellungen des Betriebssystems. Jeder Abschnitt ist gleich aufgebaut: woran Sie das Problem erkennen, woher es kommt und wie Sie es beheben.
Der Drag & Drop Effekt in edp:web funktioniert nicht.
Ursache
Für diese Funktion braucht edp:web eine WebSocket-Verbindung. Ist im vorgeschalteten Reverse-Proxy die Weiterleitung von WebSockets nicht eingerichtet, kommt diese Verbindung nicht zustande.
Lösung
In der Konfiguration des Reverse-Proxys den Upgrade-Header setzen und für die Weiterleitung HTTP/1.1 aktivieren. Beispiel für nginx:
proxy_http_version 1.1; proxy_set_header Upgrade $http_upgrade; proxy_set_header Connection "upgrade";
Beim IIS muss zusätzlich das Windows-Feature „WebSocket-Protokoll“ installiert sein.
Die Lageführung ist in den Einstellungen von edp:web aktiviert, wird nach einem Neustart aber nicht angezeigt.
Ursache
Beim Start prüft edp:web, ob die Lizenzerweiterung für die Lageführung (edp:command) vorhanden ist. Fehlt sie, wird die Anzeige der Lageführung in den Einstellungen automatisch deaktiviert. In den meisten Fällen fehlt also schlicht die Lizenz.
Wurde die Lizenz nachweislich inklusive Lageführung ausgestellt, liegt es fast immer an den Ländereinstellungen. Steht der Systembenutzer, unter dem der Dienst edpweb läuft, nicht auf Deutsch, wird die Freischaltung nicht erkannt.
Lösung
Zuerst prüfen, ob die Lizenz die Lageführung enthält. Ist das der Fall, die Ländereinstellungen für den Systembenutzer nach der Anleitung Ländereinstellungen anpassen auf Deutsch umstellen und danach das Betriebssystem einmal neu starten.
Hinweis: Die Dienste laufen unter dem Systembenutzer, und für den können andere Ländereinstellungen gelten als für das angemeldete Benutzerkonto. Auch wenn am Bildschirm alle Datumsformate korrekt aussehen, kann für den Dienst eine andere Einstellung aktiv sein.
Taktische Zeichen fehlen in edp:web, im Browser oder im IIS-Log taucht der HTTP-Fehler 404.11 auf.
Ursache
Wird der IIS als Reverse-Proxy genutzt, weist er URLs mit einem Pluszeichen (+) standardmäßig ab. Er wertet das Pluszeichen als Versuch des „Double Escaping“ und blockiert die Anfrage, bevor sie an edp:web weitergeleitet wird. Die URLs der taktischen Zeichen enthalten solche Pluszeichen.
Lösung
In der Datei web.config innerhalb von <system.webServer> folgenden Block einfügen:
<security> <requestFiltering allowDoubleEscaping="true" /> </security>
Danach reicht der IIS die URLs unverändert an edp:web weiter und die taktischen Zeichen werden geladen.
Hinweis: Gibt es in derweb.configbereits einen Bereich<security>, nur das AttributallowDoubleEscapingim vorhandenen<requestFiltering>ergänzen.
Inhalte mit sehr langen URLs werden nicht angezeigt, vor allem taktische Zeichen von Sirenen oder POIs. Der Server antwortet mit Fehler 400.
Ursache
Einer der Proxy-Server vor edp:web begrenzt die zulässige Länge der URL. Dafür kommen zwei Stellen in Frage.
Lösung
UrlSegmentMaxLength ist zu niedrig (Standard sind 260 Zeichen). Unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\HTTP\Parameters den Wert UrlSegmentMaxLength (DWORD 32bit) anlegen bzw. anpassen, z.B. auf 1024. Damit Http.sys den Wert übernimmt, den Server anschließend neu starten. Details in der Microsoft-Dokumentation zu Http.sys.maxUrl zu kurz eingestellt sein (Standard sind 4096 Zeichen). Der Wert wird in der web.config im Element <requestLimits> innerhalb von <requestFiltering> gesetzt. Details in der Microsoft-Dokumentation zu requestLimits.